NWZonline - Nordwest Zeitung

 

08.03.2007

                           


Farbe, Stein und Kupferbrunnen

AUSSTELLUNG  Galerie Dötlingen vereint Maler und Skulpteure – Sonntag Eröffnung

Gleich vier Künstler werden in den kommenden Wochen in Dötlingen ausstellen. Die Brüder Hesso zeigen Gemälde, Doris Gessner Steinskulpturen und Reinhard Ose Metallobjekte.

Von Kristian KLooß

DÖTLINGEN - Eine Ausstellung mit dem Titel „Farben tanzen...“ findet ab dem kommenden Sonntag in der Galerie Dötlingen statt. Die Besucher erwartet dann bis zum 6. Mai eine Werkschau von zum Teil recht unterschiedlich arbeitenden Künstlern.

So werden zum einen die Brüder Mahmoud und Rashid Hesso mit ihren Gemälden vertreten sein. Rashid – der ältere der beiden – war schon einmal im Jahr 2000 zu Gast in Gunda Stolles Galerie. „Mahmoud“, sagt sie, „ist der kleine Bruder Rashids. Rashid hat ihm das Malen beigebracht. Inzwischen, sagt Rashid, übernehme er schon selbst viele Dinge von seinem kleinen Bruder.“

Und ähnlich ist der Malstil der beiden in der Tat. Da ist zum einen der pastose Farbauftrag und zum anderen die Verwendung kräftiger Farben, die sich oft vor einem matten, grauen oder braunen Hintergrund abhebt. Doch es gibt auch Unterschiede. Während Rashid Hesso eher figürliche Motive bevorzugt, zieht es seinen Bruder Mahmoud Hesso eher hin zu abstrakten Bildmotiven.

Nicht mit der Leinwand, sondern mit Stein und Metall arbeiten hingegen die beiden anderen Künstler, deren Werke ab kommendem Sonntag in Dötlingen zu sehen sind.

Da ist zum einen Doris Gessner. In Siegen geboren, habe es sie nach eigenen Worten ins ostfriesische Esens verschlagen, wo sie ihre Wahlheimat gefunden habe. Von dort mitgebracht hat sie rund fünfzehn Sandsteinskulpturen, die unterschiedliche Themen abbilden. Vom Torso, über die von der Vogelgrippe-Epidemie inspirierten Steinmikroben, bis hin zu so genannten „Steinpilzen“ und kleinen Zusammenstellungen, die an das britische Stonehenge erinnern sollen. Ihre Skulpturen seien eine Mischung aus der Idee, mit der sie die Arbeit beginne und der Beschaffenheit des Materials, das in der Regel nur ganz bestimmte Ausformungen zulasse. Der Sandstein eigne sich hier ganz besonders: „Ich habe mich auch schon mal mit Holz versucht und Alabaster geklopft, aber das Arbeiten mit Sandstein liebe ich einfach“, sagt die 56-jährige, die schon vor drei Jahren einmal in Dötlingen ausstellte.

Wenn es um das Bearbeiten von Kupfer geht, ist hingegen Reinhard Ose in seinem Element. Die metallischen Objekte des Bremer Künstlers – darunter Vögel, Rentiere und Eidechsen – bezeichnet Galeristin Gunda Stolle als „angewandte Kunst“. Der Grund: Fast jedes Exponat des Skulpteurs erfüllt einen Zweck, ob als Brunnen, Vogeltränke oder Kerzenleuchter.